Lange nicht jedes Leiden des Bewegungsapparates muss operiert werden, die grosse Mehrheit der Krankheiten kann konservativ, d.h. nicht operativ behandelt werden. Die konservative Therapie des Bewegungsapparates ist deshalb eines der grössten Fachgebiete der Medizin, das nicht nur von der Orthopädie, sondern von etlichen weiteren Fachdisziplinen mitgetragen wird. Dazu gehören z. B. die Rheumatologie, Neurologie, Sportmedizin und weitere, dabei sind die Übergänge zwischen den Fachgebieten fliessend. Die Orthopädie selbst ist ursprünglich als konservative Disziplin entstanden, erst später kamen nach und nach operative Verfahren dazu, die heute allerdings im Vordergrund stehen. Trotzdem gilt auch in der Orthopädie die Faustregel, dass eine Operation erst dann in Betracht gezogen wird, wenn alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Die wichtigsten konservativ-orthopädischen Gebiete sind die Physio- und Ergotherapie, die Schienen- Gips und Orthesentherapie, medikamentöse Therapie für Knochen- und Muskeraufbau und Schmerzbehandlung, Injektions- und Infiltrationstherapie und viele Weitere.

Manualtherapie

Eine Sonderrolle spielt die Manualtherapie die über alle Fachgebiete hinweg Gelenksversteifungen und Muskelkontrakturen behandelt und damit auf natürlichem Weg Schmerzen behandelt und zur Erhaltung der Mobilität beiträgt.

Die Manuelle Medizin ist keine Erfindung der modernen Zeit. Im 19. Jahrhundert begannen sich verschiedene medizinische Gruppierungen in den USA und Europa mit diesen Methoden zu beschäftigen. In der Schweiz ist der Begriff „Manuelle Medizin“ weniger bekannt. Mehr verbreitet ist der Begriff „Chiropraktik“, was eigentlich das Selbe wie Manuelle Medizin ist. Nur, dass die Manuelle Medizin nicht von einem Chiropraktor, sondern von einem medizinisch ausgebildeten Facharzt ausgeübt wird.

In der Manuellen Medizin sind die Hände des Arztes (lateinisch manuell = mit der Hand) das wichtigste Untersuchungs- und das einzige Be­hand­lungs­in­stru­ment. Mit seinen Händen ertastet der Arzt für Manuelle Medizin sorgfältig Ihre Muskeln, Sehnen, Gelenke und erspürt Verspannungen, Blockaden und andere Funktionsstörungen Ihrer Wirbelsäule oder anderer Gelenke, die Ihnen Schmerzen bereiten können.

 

Behandlungsspektrum der Erkrankungen und Verletzungen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule z.B.

Anwendungsgebiete

  • Rückenschmerzen: Nacken, Brust- und Lendenwirbelsäule, Hexenschuss, Ischias
  • Gelenkschmerzen: verminderte Beweglichkeit, Blockierungen
  • Muskelschmerzen: Verkürzungen

 

Handgriffe statt Eingriffe

  • mit Handgriffen werden Störungen des Zusammenspiels von Gelenken und Muskeln behoben
  • bei akuten Schmerzen wie Halskehre, Hexenschuss oder Ischias
  • ebenso bei länger anhaltenden Beschwerden
  • einfach, meist ohne Spritze oder Medikamente
  • Kurze, rasche oder sich langsam wiederholende Bewegungen
  • Dosierte Handgriffe lösen manchmal ein hörbares Knacken aus
  • Im Allgemeinen schmerzfrei
  • Lagerung und Vorspannung kann unangenehm sein


 

Behandelnde Ärzte

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Med. pract.
Simone Affolter

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